Die Bundesliga

Sport kann eine Nation einen und sie auch spalten – das hängt davon ab, ob es sich dabei um internationale oder nationale Wettkämpfe handelt. Bei den nationalen Meisterschaften im Fußball zieht es allwöchentlich begeisterte Fans in die Stadien oder vor das heimische Fernsehgerät, um sich die Spiele der Mannschaften in den drei Bundesligen anzusehen. Seit 1963 kämpfen dabei in jedem Jahr 18 Herrenteams in der 1. Bundesliga um den Meistertitel. Die Meisterschaft wird vom DFB (Deutscher Fußball-Bund) und von der DFL (Deutsche Fußball-Liga) ausgetragen, den Meistertitel trägt selbstverständlich aber nur der Erstplatzierte der 1. Bundesliga.

Der Ablauf

Der Ablauf gestaltet in der 1. Fußball-Bundesliga folgendermaßen: Vor jedem Austragungsjahr wird ein Spielplan festgelegt, nachdem jede Mannschaft in einer Hin- und einer Rückrunde, gegen jede andere der verbleibenden 17 Mannschaften spielen muss. Die Berechnung des Erfolgs unterliegt dabei einem Punktesystem: Für jedes gewonnene Spiel werden erhält eine Mannschaft drei Punkte, für jedes unentschieden gespielte Spiel einen Punkt und für jedes verlorene Spiel keine Punkte. Damit können die Vereine innerhalb der Tabelle auf- und absteigen. Am Ende der Hinrunde steht der sogenannte Herbstmeister fest, der zwar oft auch als Anwärter auf den Gesamtmeisterschaftstitel gehandelt wird, ob er diesen jedoch auch tatsächlich gewinnt, kann erst in der Rückrunde entschieden werden. Wer die Meisterschale endgültig gewinnt, steht oftmals sogar erst am letzten Spieltag der Rückrunde fest. Mit vielen gewonnenen Spielen – und somit auch einer entsprechend hohen Punktezahl im Vergleich zur nächstplatzierten Mannschaft – kann es jedoch möglich sein, dass der Deutsche Meister bereits frühzeitig und einige Wochen vor Ende der Rückrunde feststeht. Die beiden letztplatzierten Clubs steigen zum Ende der Rückrunde in die 2. Bundesliga ab. Um die Teilnahme von 18 Vereinen zu gewährleisten, steigen im Gegenzug dazu die beiden erstplatzierten Vereine der 2. Bundesliga in die erste Liga auf. Zur Saison von 2008/2009 wurde außerdem ein Relegationsspiel eingeführt. Bei diesem Relegationsspiel treten der drittplatzierte Verein der 2. und der drittletzte Verein der 1. Bundesliga gegeneinander an. Der Gewinner dieses Spiels steigt dann entweder auf oder hat den Klassenerhalt geschafft. Als Bonus für den besten Spieler der Saison wird am Ende eben jeder Saison der Torschützenkönig gekürt, der in der Hin- und Rückrunde die meisten Tore von allen teilnehmenden Spielern geschossen hat.

Rekorde

Den Rekord für die meisten gewonnen Titel „Deutscher Meister“ hält mit aktuell 21 gewonnenen Titeln der FC Bayern München. Daneben kann die Bundesliga jedoch auch noch mit vielen weiteren, zum Teil kuriosen Rekorden aufwarten. Gerd Müller, der auch den Spitznamen „Bomber“ trägt, schoss beispielsweise von 1965 bis 1979 365 Tore – womit der Spitzname erklärt sein dürfte. In der Saison von 1994/95 wurden in 306 Spielen ganze 98 Platzverweise erteilt, das bedeutet, dass in durchschnittlich fast jedem dritten Spiel ein Mitspieler vom Platz gestellt werde musste. Youssef Mohamad kann den schnellsten Platzverweis seit Beginn der Aufzeichnungen für sich verbuchen – und der fand erst in jüngster Vergangenheit statt. Am ersten Spieltag der laufenden Saison 2010/11, als der 1. FC Köln gegen den 1. FC Kaiserslautern antrat, wurde er nach nur unglaublichen 87 Sekunden des Platzes verwiesen

Foto: Michael Flippo – Fotolia

Einen Kommentar schreiben