Die Fußball-Weltmeisterschaft

Wie die Olympischen Spiele ist die Fußball-Weltmeisterschaft eines der größten internationalen Sportevents, das ebenfalls wie die Olympischen Spiele alle vier Jahre ausgetragen wird. Dabei dauert der eigentliche Wettkampf gleich mehrere Jahre an, die Vorentscheide hierzu werden währende des normalen Liga- und Saisonverlaufs parallel zu den nationalen Spielen bestritten. Das Event, dass dann alle vier Jahre ganze Nationen in einen neuen Patriotismus und eine ungeahnte Sportbegeisterung ausbrechen lässt, ist nur die Endrunde der ganzen Prozedur, bei der dann die besten Fußballteams aus der ganzen Welt gegeneinander antreten.

Über 80 Jahre WM-Tradition

Seit 1930 veranstaltet die FIFA (Fédération Internationale de Football Association) die Endrunden an wechselnden Austragungsorten. Gastgeberland ist dabei nicht etwa der amtierende Weltmeister, aufgrund der langen Vorbereitungszeiten werden die Austragungsorte schon viele Jahre zuvor unter den verschiedenen Bewerbern ausgelost. Die erste WM fand dabei vor 81 Jahren in Uruguay statt. Kurioserweise trat dabei bis zur WM 2006 seit Anbeginn der Austragung des Turniers in jeder Endrunde jeweils mindestes eine Mannschaft auf den Rasen, dies es bis dahin nicht bis dorthin geschafft hatte.

Die entscheidenden Spiele

In die Endrunde gelangen dabei die Nationalmannschaften, die sich in den Qualifikationsrunden durchsetzen konnten. Der amtierende Weltmeister genießt dabei eines der Privilegien dieses Titels – er muss nicht um die Teilnahme an der Endrunde kämpfen, sondern gelangt automatisch in die Endrunde. Alle Spiele, die sonst in den Vorrunden ausgetragen werden, fallen für ihn flach, er kann sich auf Freundschafts- und Testspiele konzentrieren. Die Endrunden, also das, was alle Nationen sich alle vier Jahre entweder live vor Ort, daheim vorm Fernseher oder beim Public Viewing ansehen, gliedern sich in eine Vorrunde, die in Gruppen unterteilt ausgetragen wird. In drei Spielen (also zwischen vier Teams) werden die beiden Gruppenersten bestimmt, die nach diesen entscheidenden Gruppenspielen im K.O.-System spielen. Vom Achtelfinale an sind es dann nur noch vier Spiele bis zum Titel, die in eben diesem K.O.-System und binnen weniger Tage ausgetragen werden. Die beiden Verlierer der Halbfinales bestreiten ebenfalls, wie die beiden Gewinner der Halbfinales, ein viertes Spiel, das sogenannte „Kleine Finale“, bei dem der Turnierdritte ermittelt wird. Insgesamt nehmen also 32 Nationalmannschaften von aktuell 208 in der FIFA organisierten Mannschaften an dieser Endrunde teil.

Reformen über Reformen

Der Austragungsmodus unterlag dabei bis heute einem stetigen Wandel. 1930 traten lediglich 13 Mannschaften an, die von Beginn des Turniers an im K.O-System spielten. Im weiteren Verlauf der Turniergeschichte änderte und überdachte man immer wieder die Verfahren. Man führte im Laufe der Zeit die Gruppenaustragung der Vorrunde ein, die ebenfalls öfter umstrukturiert wurde, bis man beim heutigen Reglement ankam, was erst im Jahre 2006 der Fall war. Bis dahin galt nämlich noch die Golden Goal-Regelung für den Fall, dass eine Verlängerung gespielt werden muss. Laut dieser Regelung steht der Gewinner des gesamten Spiels dann fest, wenn einer der beiden Mannschaften das erste Tor während der Verlängerungszeit schießt. Das Spiel endete dann automatisch, die restliche Verlängerungszeit wurde nicht mehr gespielt. Häufigste Gewinnermannschaft der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft ist Brasilien (5x), Deutschland steht mit drei gewonnenen Titel auf Rang drei.

Foto: sportgraphic – Fotolia

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