Fußball-Ligen

Aktuell gibt es in Deutschland fünf Ligen im Fußball, darüber hinaus gibt es noch die UEFA Championsleague und die Europa League, die beide den europäischen Fußball umfassen. Die Ligen innerhalb Deutschlands werden entweder vom Deutschen Fußball-Bund (Liga 1 bis 3) oder von den zuständigen Landes- und Regionalverbänden lizenziert. International vergibt die UEFA (Europa) bzw. die FIFA (weltweit) die Lizenzen. Das aktuelle Ligasystem ist seit der Saison 2008/2009 gültig, im Zuge der Umstrukturierung der Ligen wurden auch erneut Relegationsspiele eingeführt, um den Auf- bzw. Abstieg von betroffenen Mannschaften in die nächste Liga zu regeln.

1. Fußball-Bundesliga

Die 1. Fußball-Bundesliga ist die höchste Spielliga im deutschen Fußball, wer am Ende einer Saison auf dem ersten Tabellenplatz steht, ist Deutscher Meister. Im Herbst, zum Ende der Hinrunde, wird der Herbstmeister gekürt, was aber keinerlei Aussage darüber trifft, ob der betreffende Verein auch Deutscher Meister wird. Die Liga umfasst pro Saison 18 Vereine aus ganz Deutschland, eine Saison gliedert sich dabei in eine Hin- und eine Rückrunde, die jeweils 17 Spieltage umfassen. Die beiden letztplatzierten Mannschaften steigen am Ende der Saison in die zweite Liga ab. Der drittletzte Verein kämpft mit dem drittplatzierten Verein der zweiten Liga um den Klassenerhalt bzw. den Ab- oder Aufstieg.

2. Fußball-Bundesliga

Die 2. Fußball-Bundesliga zählt ebenfalls zum Profifußball. Sie folgt dem Prinzip der ersten Liga: Auch hier kämpfen 18 Mannschaften in jeweils 17 Spielen der Hin- und Rückrunde gegeneinander. Ziel einer Saison oder einer Runde ist jedoch kein Meistertitel, sondern der Aufstieg in die erste Liga, den die beiden ersten Mannschaften auf direktem Weg schaffen. Die beiden Letztplatzierten hingegen steigen unmittelbar in die dritte Liga ab. Die Mannschaft, die auf Platz drei der zweiten Liga steht, spielt in einem Relegationsspiel mit der drittletzten Mannschaft der ersten Liga um den Auf- bzw. Abstieg. Im Gegenzug dazu spielt der drittletzte Verein der zweiten Liga mit dem dritten Verein der dritten Liga um den Klassenerhalt bzw. Auf- oder Abstieg.

3. Fußball-Bundesliga

Die dritte Fußball-Bundesliga wurde zur Saison 2008/2009 vom DFB eingeführt und gilt als Zwischenklasse zwischen Profi- und Amateurfußball. In ihr kämpfen 20 Mannschaften aus ganz Deutschland um den Aufstieg in die zweite Liga, bzw. gegen den Abstieg in die Regionalliga. Der Aufstieg gestaltet sich genau wie in den beiden ersten Ligen: Die beiden ersten Mannschaften steigen unmittelbar auf, die drittplatzierte Mannschaft spielt in der Relegation. Die beiden drittletzten Mannschaften steigen jedoch ohne etwaige Relegation in die Regionalliga ab.

Regionalliga

Die Regionalliga ist die höchste deutsche Amateurliga und umfasst drei Staffel à 18 Mannschaften. Die Staffel Nord umfasst dabei nord- und nordostdeutsche Vereine, die Staffel West west- und südwestdeutsche Vereine und die Staffel Süd umfasst die süddeutschen Vereine der Regionalliga. Der Meister jeder Staffel steigt dann in die dritte Bundesliga auf, die Absteiger (insgesamt zehn) setzen sich aus den drei bzw. vier Letztplatzierten einer jeden Staffel zusammen und steigen in die jeweiligen Oberligen ab.

Oberliga

Die Oberliga bildet nun die fünfte deutsche Fußball-Liga. Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Hessen und Bayern haben jeweils eine eigene Oberliga, die restlichen Oberligen setzen sich aus gleich mehreren DFB-Landesverbänden zusammen. Die Meister der Staffeln Hessen, Baden-Württemberg, Bayern, Südwest, Niedersachsen und die beiden Staffelsieger der Oberligen Nordost und NRW steigen direkt in die Regionalliga auf, die drei Verbandsmeister aus Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein ermitteln in einem Relegationsspiel einen Aufsteiger.
Unterhalb der Oberliga spielen die Vereine entweder in der Verbands- oder in der Landesliga.

Foto: Günter Slabihoud – Fotolia

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